Presseschau Beitrag

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Die Opfer des »Krieges gegen den Terror«
US-Soldat im Irak 2007
US-Soldat im Irak 2007 Bild von The U.S. Army

Im Jahr 2007 schätzten US-Amerikaner in einer Umfrage die Anzahl der Todesopfer des Irakkrieges auf unter 10.000. Und das trotz jahrelanger intensiver Berichterstattung über die Kampfhandlungen und deren Folgen auch für die Zivilbevölkerung. Die tatsächliche Zahl liegt nach fundierten Schätzungen bei etwa 1,5 Millionen. In Pakistan und Afghanistan sind es erheblich weniger. Natürlich kennt das exakte Ausmaß niemand, aber es gibt doch eine Reihe von Methoden, hier zumindest plausible Zahlen zu ermitteln. Häufig sind die in der Öffentlichkeit genannten allerdings deutlich zu niedrig angesetzt. Weil in Ländern mit zerstörter Infrastruktur kaum zuverlässige und umfassende Informationen zu bekommen sind, oder weil es politisch so gewollt ist.

Man mag es zynisch finden, sich dem Kriegsgeschehen über solche nackten Zahlen zu nähern. Aber sie zeigen doch eines sehr deutlich: Der Krieg gegen den Terror hat nicht Gewalt verhindert, sondern potenziert. Und das in einem Ausmaß, das schockiert. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Interventionen wie in Libyen und Somalia oder eventuell bevorstehender wie in Syrien sollte das zu denken geben.

Kommentare

Nie wieder Krieg.

Gerade deshalb sollte es doch jedem Menschen einleuchten, dass Krieg ein Verbrechen ist und die europ. Regierungen, die sich an den Kriegen der Nato beteiligen, Verbrechen begehen.
Berücksichtigt man noch die Mrd. Dollar und Euro, die der Krieg gegen den »Terror« gekostet hat, wird der Wahnsinn zur Methode. Denn wer verdient daran und wem nützt es ? Nicht den Völker. Aber ich gehe davon aus, dass die Informationen, die man immer mehr aus dem Internet erhalten kann, den Menschen immer mehr die Augen öffnen. Es ist halt ein schwieriger Weg

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